Tourenwagen Karosserien meine Lackierart

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2 Jahre 10 Monate her - 2 Jahre 10 Monate her #76 von Philip
Tourenwagen Karosserien meine Lackierart wurde erstellt von Philip
Karosserien:

Karosserien sind im Modellbereich Verschleißartikel. Rennunfälle lassen sich nun einmal mit 8-12 Fahrern gleichzeitig, je nach Größe der Strecke, nicht vermeiden. Deswegen würde ich niemals mir ein Chassis kaufen nur weil mir die Karosserie gefällt. Was für ein Chassis ich kaufen würde mache ich von anderen Faktoren abhängig.

Karosserien Im Modellbau spielen eine größere Rolle als es auf den ersten Blick scheint. Sie sollten nicht nur Schön aussehen und möglichst lange halten. Sie beeinflussen auch deutlich spürbar das Fahrverhalten des Fahrzeuges.

Bei den Rennfahrern im Bereich 1:10 Elektro-Tourenwagen sind Karossen des Herstellers Protoform sehr beliebt. Die z.B. Mazda 6 oder Dodge Dart. In der Rennserie LRP/HPI Challenge müssen jedoch Hot Bodies Karossen gefahren werden . Bei dem Hersteller fand ich die Mazda 6 Mps und die 09X am besten. Diese Beispiele von Karossen werden immer unlackiert mit einigen Zubehörteilen wie z.B. Schrauben für den Spoiler, Aufklebern wie Scheinwerfer/Rückleuchten und Aufkleber für die Scheiben, da diese durchsichtig bleiben sollen, geliefert. Diese Karossen sehen alle fast gleich aus aber haben trotzdem verschiedene Fahreigenschaften und sind nur selten im lokalen Modellbauladen erhältlich. Also am besten im Onlineshop stöbern.

Dies ist eine, von mir lackierte, Hot Bodies Mazda 6 MPS.



Und so sah sie vor der Lackierung aus. Der Spoiler hängt hinten an der Karosse. Sie muss noch ausgeschnitten und angepasst werden.



Dazu benötigt man eine solche Lexanschere und einen Karosseriebohrer.



Zuerst schneide ich den Spoiler ab und anschließend die Front und die Seiten aus. Die Radhäuser lasse ich noch dran, markiere mir aber die Radmitte, damit ich später weiß wo ich den Kreisschneider ansetzen muss. Nun passe ich die Karosse auf mein Auto an. Dazu Markiere ich die Punkte, an denen die Halter des Chassis später durch die Karosse geht.
Beim anpassen sollte die Karosse möglichst rechts und links gleich sitzen. Nach vorne und hinten kann man variieren. Schiebt man die Karosse noch vorne bekommt das Auto mehr Frontachsgrip (das Auto lenkt stärker ein) und die Heckachse verliert Grip (das Heck bricht leichter aus). Das gleiche gilt umgekehrt. Was am besten funktioniert ist abhängig vom eigenen Fahrstil. Am besten tauscht man seine Erfahrungen mit anderen Fahrern aus und testet dann einfach.

Die Karossen Bestehen aus Lexan bzw. Polycarbonat. Für diesen Kunststoff gibt es spezielle Lexanfarben und sie werden von innen lackiert. Aus dem Grund muss die gesamte Karosse abgedeckt sein, wenn man ein mehrfarbiges Design haben möchte. Dazu nutze ich die Maskierflüssigkeit von Bitty Design, da ich mit Klebeband keine guten Erfahrungen gemacht habe. Es ist entweder nicht Flexibel genug um Rundungen abzukleben, hat nicht genug Klebkraft um auch in den Ecken kleben zu bleiben oder ist nicht lösemittelbeständig und löst sich somit wieder von der Karosse nach der ersten Schicht Farbe.



So sieht das dann bei einer Blitz GSF Karosserie von Innen aus.



Außen: Hier habe ich schon die erste Lackschicht aufgetragen. In schwarz für die Umrandung der Fenster. Die Markierung für die Schnittlinien für mein mehrfarbiges Design habe ich bereits Außen mit einer Schablone übertragen. Die Markierungen werden Später nicht sichtbar sein, da sich von Außen eine Folie befindet zum Schutz vor Farbnebel. Sie ist bereits ab Werk vorhanden.



Nachdem die drei Schichten Maskierflüssigkeit zu einer Folie getrocknet ist schneide ich entlang meiner Markierung mit einem Bastelmesser in Skalellform in die Maskierfolie/flüssigkeit und entnehme Stück für Stück. Die dunklen Farben trage ich zuerst auf und die Hellen danach. Damit das ohnehin schon dunkle Blau nicht noch von einer noch dunkleren Farbe hinterlegt wird und somit nochmal dunkler wirkt.

Am liebsten lackiere ich mit Tamiya Lexanfarben, da sie nur abblättern wenn noch Fettreste in der Karosse waren. Um dies zu verhindern nutze ich Spiritus.
Beim Design sind zwei Dinge zu beachten:

-Es muss gut sichtbar sein. Nichts ist schlimmer auf der Strecke als andere nciht sehen zu können.
-Das Design sollte Wiedererkennungswert haben. Häufig habe ich schon gesehen das von 10 Fahrzeugen auf der Strecke fünf weiß sind.

Hier noch einige Bilder von meinem Design auf einer Blitz ALS-R Karosse:





Letzte Änderung: 2 Jahre 10 Monate her von Philip.
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2 Jahre 10 Monate her #77 von Robert
Vielen Dank Philip, ein sehr schöner Bericht. Ich hoffe, das der Bericht vielen die Angst vor dem Bearbeiten von Lexan-Karrosserien nehmen kann. Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Bericht. Wirklich Klasse.
Gruß
Robert
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